Portrait

Therese Siffert

Therese Siffert-Schärz, Glaskünstlerin

  • geboren 1958 in Bern


  • Ausbildung zur Sozialpädagogin


  • 2 Kinder
  • 

Atelier und Wohnsitz in Bern und Frankreich

Durch ihren grösstenteils autodidaktischen Weg in der Glasgestaltung fand sie einen ganz persönlichen Stil.

 Die Liebe zur Materie und zu Glas hat sie zu ihrem Beruf gemacht. Als Glaskünstlerin versucht sie die verschiedensten Materialien mit Glas zu verschmelzen oder sie der Transparenz des Glases gegenüber zu stellen.

 Fusing (verschmelzen im Brennofen), Pâte de Verre und die Arbeit an der Flamme sind angewendete Glastechniken.

 Seit 2006 Dozentin für Lehrerfortbildung mit Schwerpunkt Recykling. Seit 2007 eigene Werkstatt auch für Metallbearbeitung

.

  • 1981 erste Arbeiten mit Glas


  • 1987 Beginn mit Glasschmelzarbeiten


  • 1995 Weihnachtsausstellung Kornhaus Bern
  • 

1995 regelmässige Weiterbildung an der Schule für Gestaltung / Bern
  • 

1996 nach diversen Seminaren mit Internationalen Glaskünstlern

 entdecken der Lichtmalerei mit Narcissus Quagliata

  • 
1996 aktiv bei Form Forum Schweiz - Beginn Zusammenarbeit mit Roland Fornaro, Kunstschmied


  • 1996-98 Fachhochschule Bern, Meisterklasse bei Dr. Sergej Sommer
  • 
1997 Auszeichnung der Jury Form Forum Schweiz für Glasschale Erde
  • 

1998 Einzelausstellung Botanischer Garten Bern
  • 

1999 Feuer, Skulpturenausstellung in Affoltern i. E. 


  • 2000 Gruppenausstellung Centre Aa Genf
  • 

2001 Skulpturenweg in Will bei Olten
  • 

2001 Zehendermätteli, Gruppenausstellung an der Aare
  • 

2001 - Licht und Schatten, Werkstatt für Kultur, Uettligen BE - Windobjekte, Gruppenausstellung im Zehendermätteli, Bern


  • 2002 Musée Suisse du Vitrail, Romont, Fornaro/Siffert
  • 

2002 Musée Gruérien, Bulle CH, Fornaro/Siffert
  • 2003 Augenblicke, Werkstatt für Kultur, Uettligen BE


  • 2004 Bewegung, Kulturprojekt Reithalle Solothurn


  • 2005 Licht und Schatten, Ortsmuseum Trotte, Arlesheim BL


  • 2006 2 Gruppenausstellungen, Bern und Basel
  • 

2008 Öffnungen-Durchblicke, Ortsmuseum Reinach
  • 2009 Licht und Schatten 2, Ortsmuseum Trotte Arlesheim BL
  • 2010 Facetten, Gruppenausstellung, Basel
  • 2011 Vitro Festival im Vitromusée, Romont
  • 2012 Poya Galerie Y'aq'A, FR
  • å2012 GERE 64, Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kanton Bern

Was ist ein Kraftort

Geht es mir nicht gut, muss ich etwas mit den Händen tun, meistens im Garten. Er ist ein Kraftort für mich. Wenn ich sehe, wie hier eine Malvenknospe aufbricht und dort eine Sonnenblume sich nach der Sonne richtet, wie die Zucchettis kräftig schiessen oder die Tomaten prall werden, dann komme ich wieder zu mir. Ein wahnsinnig gutes Gefühl habe ich auch, wenn ich morgens vorsichtig den Deckel des Schmelzofens öffne und sehe, wie die farbigen Glasscherben zu Schalen und Schmuck, Windspielen oder Wandleuchten zusammengeschmolzen sind. Das ist jedes Mal wieder wie Weihnachten. Und dann natürlich die Musik: Sie begleitet mich ständig im Atelier. Eine Jazzballade kann mich beruhigen, ein heftiges Saxophonsolo meine Leidenschaft wecken. Auch Farben gehören zu meinen Kraftspendern. Dass Türkis und Hellblau einen näher ans Geistige, ans Göttliche führen, ist uraltes Wissen: Bauernhäuser hatten ja früher häufig eine hellblaue Stube. Nein, die Wände meiner Wohnung habe ich nicht entsprechend gestrichen. Doch ich trage gerne türkis- und aquafarbene Kleider und Glasschmuck: Irgendwie fühle ich mich so besser geschützt.

(sel)

erschienen in der Zeitung saemann im September 2002 zum Thema Was ist ein Kraftort?

Meine damaligen Worte gelten für mich heute genauso und ich wünsche allen Lesern , dass auch sie sich in dieser zunehmend virtueller und gehetzter werdenden  Welt vermehrt mit den Händen und vielleicht auch kreativ betätigen können. Probiert es einmal aus geht am Wochenende raus, findet etwas in der Natur und erschafft damit ein kleines Kunstwerk. Ich freue mich auf Rückmeldungen und andere Ideen zum weitergeben.